Schweizer Reformierte übergeben der Lutherstadt Wittenberg ein Original der Zürcher Bibel

Während der „Weltaustellung Reformation“ in Wittenberg wurde im Schweizer Pavillon auf einer historisch nachgebauten Gutenbergpresse das Neue Testament der Zürcher Bibel gedruckt. Dieses Unikat wird am 9. September der Lutherstadt Wittenberg und dem Lutherhaus übergeben.

Die Schweizer Präsenz „Prophezey“ in Wittenberg wollte vom 20. Mai bis 10. September den Besucherinnen und Besuchern den besonderen Weg der Schweizer Reformation näherbringen. Mittelpunkt war der Druck des Neuen Testamentes der Zürcher Bibel. Drei Exemplare wurden auf handgeschöpftem Papier und versehen mit 21 Illustrationen von Hans Holbein dem Jüngeren in Handgriffen wie zur Reformationszeit in nur 96 Tagen hergestellt und gebunden. Drei Jahre vor Martin Luther druckte 1531 der Buchdrucker Froschauer in Zürich die erste vollständige Bibel. Sie gilt seitdem in der deutschsprachigen Tradition der Reformation als massgeblicher Text.

Michel Müller, Kirchenratspräsident der Reformierten Zürcher Landeskirche: „Die Zürcher Bibel hat die rasche Verbreitung der Reformation wesentlich unterstützt. Mit der Übersetzung gingen die Bildung und Umgestaltung der Gesellschaft einher. Das entsprach der Vision der humanistisch geprägten Zürcher Reformatoren. Dieser Geist ist ohne Zweifel eines der nachhaltigsten Zürcher ‚Exportprodukte‘ durch die Jahrhunderte. Wir freuen uns, der Lutherstadt Wittenberg die hier gedruckte Zürcher Bibel übergeben zu können. Das ist ein starkes Zeichen.“

Am Samstag, 9. September, übergibt Peter Schmid, Vizepräsident des Rates des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes, im Schloss Wittenberg eines der drei nachgedruckten Originalexemplare an die Stadt Wittenberg und das Lutherhaus. Zur Finissage werden Margot Kässmann, Botschafterin des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) für das Reformationsjubiläum, Kirchenratspräsident Michel Müller, der Wittenberger Oberbürgermeister Torsten Zugehör, Stefan Rein, Vorstand und Direktor der Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt und Jan von Campenhausen von der Evangelischen Wittenbergstiftung der EKD erwartet.

Die Schweizer „Prophezey“ auf der Weltausstellung Reformation war inspiriert durch das gleichnamige, von Zwingli in Zürich 1524-1530 eingerichtete Übersetzungsforum. Die Präsenz in Wittenberg wurde getragen durch den Schweizerischen Evangelischen Kirchenbund, die Schweizer Bischofskonferenz, die Römisch-katholische Zentralkonferenz der Schweiz sowie die Reformierten Kirchen der Kantone Zürich und Sankt Gallen.

Fotos


 

Schweizer Pavillon «Prophezey» an der Weltausstellung Reformation in Wittenberg!

Communiqué Übergabe Zürcher Bibel
Communiqué Eröffnung
> Flyer (deutsch) (englisch)
Architektenpressemappe (englisch)
Verein «500 Jahre Zürcher Reformation» in Wittenberg
Fotos Übergabe Zürcher Bibel
Fotos Eröffnung
www.r2017.org